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Azure AZ-104: Weg zum Azure Administrator
AZ-104 erklärt: Was du als Azure Administrator können musst, wie die Prüfung abläuft und wie du dich sinnvoll vorbereitest.
KI-generiert Wer als Administrator in Microsoft-Umgebungen arbeitet, kommt an Azure kaum noch vorbei. Die Zertifizierung AZ-104 „Microsoft Azure Administrator“ ist der Standardnachweis dafür, dass du Azure-Workloads im Alltag beherrschst: Ressourcen bereitstellen, absichern, überwachen, Probleme finden und lösen. Genau darum geht es in diesem Artikel.
Was AZ-104 eigentlich prüft
AZ-104 zielt nicht auf Architekten oder Entwickler, sondern auf die operative Verwaltung einer bestehenden oder wachsenden Azure-Umgebung. Du sollst zeigen, dass du:
- Ressourcen planst und anlegst
- Identitäten und Zugriffe sauber steuerst
- Storage, Compute und Netzwerk sinnvoll kombinierst
- Monitoring und Troubleshooting im Griff hast
- Kosten und Governance im Blick behältst
Microsoft strukturiert das in mehrere Themenblöcke. Die wichtigsten Bereiche: Identity, Storage, Compute, Netzwerk, Monitoring. Schauen wir uns an, was dahintersteckt.
Identity: Azure AD, Rollen und Zugriff
Ohne Identitäten läuft in Azure nichts. AZ-104 erwartet, dass du Azure Active Directory (heute „Microsoft Entra ID“) im Schlaf kennst. Typische Inhalte:
- Benutzer und Gruppen anlegen, verwalten, löschen
- Zuweisung von Rollen über Role Based Access Control (RBAC)
- Unterschied zwischen „Rolle im Verzeichnis“ und „Rolle auf Ressourcengruppenebene“
- Service Principals und Managed Identities für Anwendungen
- Zugriff auf Ressourcen per Azure AD-Authentifizierung steuern
Ein klassisches Beispiel: Eine Fachabteilung soll nur auf ihre eigene Ressourcengruppe zugreifen dürfen. Du musst wissen, wie du eine benutzerdefinierte Rolle oder eine passende eingebaute Rolle zuweist, ohne gleich „Besitzer“ mit Vollzugriff zu verteilen.
Auch Themen wie bedingter Zugriff (Conditional Access) und Multi-Faktor-Authentifizierung tauchen auf, allerdings eher aus Administrationssicht: Du solltest Richtlinien lesen, grundlegend verstehen und Fehler einordnen können.
Storage: Daten sicher und effizient ablegen
Azure Storage ist Grundlage für viele andere Dienste. In AZ-104 geht es nicht um exotische Szenarien, sondern um solide Basisarbeit:
- Storage Accounts planen und anlegen
- Unterschiedliche Replikationsarten (LRS, ZRS, GRS) einordnen
- Container, Blobs, Fileshares und Queues nutzen
- Zugriff per SAS-Token, Shared Key, Azure AD
- Lifecycle Management und Cost Management für Daten
Du solltest typische Entscheidungen treffen können, zum Beispiel:
- Wann reicht ein lokal redundanter Storage Account, wann brauchst du Geo-Replikation?
- Wann ist ein Azure Fileshare sinnvoller als ein klassischer Fileserver in einer VM?
- Wie begrenzt du Zugriffe, ohne alles über öffentliche Endpunkte laufen zu lassen?
Auch Backup-Konzepte spielen indirekt hinein: Snapshots, Versionierung, Soft Delete für Blobs und Files solltest du kennen, damit du Datenverluste im Alltag vermeiden oder begrenzen kannst.
Compute: Virtuelle Maschinen, Skalierung und Images
Im Compute-Bereich prüft AZ-104 dein Handwerkszeug rund um Infrastruktur in der Cloud:
- Azure Virtual Machines anlegen, konfigurieren, patchen
- VM-Sizes passend zu Workloads auswählen
- Datenträgerarten (Standard HDD, Standard SSD, Premium SSD) verstehen
- Verfügbarkeit über Availability Sets und Availability Zones erhöhen
- Scale Sets für horizontale Skalierung nutzen
- Images und Templates für wiederholbare Deployments verwenden
Eine typische Aufgabe: Eine bestehende On-Premises-VM soll in Azure laufen, mit möglichst wenig Ausfallzeit und vergleichbarer Performance. Du musst wissen, wie du:
- Netzwerkanbindung planst
- Storage-Performance dimensionierst
- Start/Stop-Automatisierung einsetzt, um Kosten zu senken
Container und Azure App Services tauchen in AZ-104 eher am Rand auf. Du solltest sie kennen, aber der Schwerpunkt liegt klar auf klassischen IaaS-Administrationsaufgaben.
Netzwerk: VNet, Subnetze, Routing und Sicherheit
Netzwerke sind in Azure nicht weniger komplex als im Rechenzentrum, nur anders umgesetzt. AZ-104 deckt vor allem ab:
- Virtual Networks (VNet) und Subnetze planen
- Private und öffentliche IP-Adressen verwalten
- Network Security Groups (NSG) für eingehenden und ausgehenden Traffic
- Routing und virtuelle Appliances (z. B. Firewalls) einbinden
- VPN-Verbindungen und Site-to-Site-Tunnel einrichten
- Grundlagen von Azure DNS
Ein typisches Szenario: Eine Anwendung besteht aus Web-Frontend, Applikationsserver und Datenbank, alles in Azure. Du solltest sinnvolle Subnetze planen und NSGs so setzen, dass:
- das Web-Frontend aus dem Internet erreichbar ist
- App-Server und Datenbank nur intern miteinander reden
- Administrationszugriffe auf definierte Quellen begrenzt sind
Auch Themen wie Private Endpoints für Storage oder Datenbanken werden wichtiger. AZ-104 erwartet, dass du die Idee dahinter kennst: Dienste über das interne Netzwerk erreichbar machen, ohne öffentliche Endpunkte offen zu lassen.
Monitoring: Überblick behalten und Fehler finden
Ohne Monitoring tappst du in der Cloud schnell im Dunkeln. AZ-104 prüft, ob du die grundlegenden Werkzeuge kennst und anwenden kannst:
- Azure Monitor als zentrale Plattform
- Log Analytics Workspaces anlegen und anbinden
- Metriken und Logs sammeln, Abfragen mit Kusto Query Language (KQL) lesen
- Alerts einrichten, zum Beispiel bei hoher CPU-Last oder fehlgeschlagenen Backups
- Activity Logs auswerten, um Änderungen nachzuvollziehen
Du musst keine komplexen KQL-Abfragen auswendig können. Aber du solltest in der Lage sein, typische Fragen zu beantworten:
- Wer hat gestern diese Ressource gelöscht?
- Warum ist die VM heute Nacht mehrfach neu gestartet?
- Welche Ressourcen verursachen die meisten Kosten?
Die Kunst ist, aus den vielen möglichen Signalen die richtigen auszuwählen und Alerts so zu bauen, dass sie helfen und nicht nur nerven.
Welche Vorkenntnisse du mitbringen solltest
Microsoft gibt formale Voraussetzungen nicht streng vor, aber ohne gewisse Grundlagen wird AZ-104 schnell frustrierend. Sinnvoll sind:
- Solide Erfahrung als Administrator in Windows- oder Linux-Umgebungen
- Grundverständnis von Netzwerken: IP, Subnetting, Routing, Firewalls
- Basiswissen zu Virtualisierung und Storage-Konzepte
- Erste praktische Erfahrung mit Azure: Portal, Ressourcengruppen, grundlegende Dienste
Du musst kein Powershell-Profi sein, aber Skripting-Grundlagen helfen enorm. Viele Aufgaben in der Praxis und in der Prüfung beziehen sich auf:
- Azure CLI
- Azure PowerShell
- ARM-Templates oder Bicep
Wenn du bisher nur im On-Premises-Active-Directory unterwegs warst, ist ein Einstieg in Azure AD vorab sinnvoll. Die Denkweise ist ähnlich, aber nicht identisch, vor allem bei Rollen, Gruppen und hybriden Szenarien.
Prüfungsformat: Was dich konkret erwartet
Die AZ-104-Prüfung ist eine Mischung aus verschiedenen Aufgabentypen. Typischerweise gehören dazu:
- Klassische Single-Choice- und Multiple-Choice-Fragen
- Drag-and-Drop-Aufgaben, etwa Reihenfolgen oder Zuordnungen
- Szenario-Fragen, bei denen du mehrere Entscheidungen in einem Kontext triffst
- Fallstudien mit umfangreicheren Beschreibungen von Umgebungen
- „Hot Area“-Fragen, bei denen du im UI-Bildschirm die richtige Option anklicken musst
Wichtige Punkte zum Ablauf:
- Du arbeitest im Microsoft-Exam-Interface, nicht im echten Azure-Portal
- Manche Fragen lassen sich später nicht mehr ändern, das wird klar angezeigt
- Zeitmanagement ist entscheidend, weil Szenarien und Fallstudien viel Lesearbeit erfordern
Technische Details wie exakte Prüfungsdauer oder Punkteschwellen ändern sich gelegentlich, daher lohnt sich vor der Anmeldung ein Blick auf die offizielle Microsoft-Seite zur Prüfung. Dort findest du auch die jeweils aktuelle Skills Outline, also die detaillierte Themenliste.
Wie dich eine Schulung gezielt vorbereitet
Natürlich kannst du dich komplett allein vorbereiten. Viele Admins sparen aber Zeit und Nerven, wenn sie eine strukturierte Schulung nutzen, vor Ort in München oder online. Eine gute AZ-104-Schulung sollte:
- Sich streng an der offiziellen Skills Outline orientieren
- Theorie direkt mit Praxisübungen im echten Azure-Portal verbinden
- Klare Beispiele aus typischen Unternehmensszenarien aufgreifen
- Prüfungsnahe Aufgabenformen einbauen, ohne zur reinen „Fragensammlung“ zu verkommen
Ein sinnvoller Aufbau besteht oft aus diesen Bausteinen:
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Grundlagen und Architektur Kurzer Überblick über Azure-Regionen, Ressourcengruppen, Subscriptions, Governance. Ziel: Du verstehst den Rahmen, in dem du arbeitest.
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Identitäten und Zugriff Praktische Übungen mit Benutzern, Gruppen, Rollen, Managed Identities. Häufig inklusive kleiner Fehlerbilder, etwa: „Warum kann Nutzerin X auf Ressource Y nicht zugreifen?“
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Compute und Storage in der Praxis VMs anlegen, Datenträger anhängen, Backups testen, Fileshares einrichten, Blob Storage nutzen. Hier bekommst du Gefühl für Performance, Kosten und typische Stolperfallen.
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Netzwerkaufbau und Sicherheit VNets und Subnetze planen, NSGs sauber konfigurieren, gegebenenfalls eine einfache VPN-Anbindung einrichten. Wichtig ist der Blick auf Sicherheit: so offen wie nötig, so geschlossen wie möglich.
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Monitoring, Kosten und Betrieb Alerts konfigurieren, Log Analytics nutzen, Activity Logs auswerten. Dazu Basics im Kostencontrolling, damit du Ressourcen nicht sinnlos laufen lässt.
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Prüfungsvorbereitung und Strategien Typische Fragestile besprechen, Stolpersteine in der Formulierung, sinnvolles Lesen von Szenarien. Eventuell ein kompaktes Probequiz zum Abschluss.
Praxisnahe Trainings zeigen dir auch, wie du Fehler überhaupt reproduzierst und analysierst. Gerade in heterogenen Umgebungen mit On-Premises-Anbindung, wie sie in vielen Münchner Unternehmen üblich sind, ist das Gold wert. Aktuelle Termine und passende Kurse findest du bei cmt.de.
Effektive Selbstvorbereitung: So nutzt du deine Zeit sinnvoll
Ob mit oder ohne Schulung, ein eigener Lernplan hilft dir, den Stoff wirklich zu verankern. Bewährt hat sich:
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Offizielle Skills Outline durcharbeiten Hake Punkt für Punkt ab, was du sicher kannst, und markiere Lücken.
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Hands-on vor Theorie Lege dir eine eigene Azure-Subscription an (z. B. über ein Test- oder Entwicklerabo) und probiere alles praktisch aus:
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VNets anlegen, Subnetze trennen
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VMs mit unterschiedlichen Sizes testen
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Storage Accounts mit verschiedenen Replikationsarten konfigurieren
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NSGs mit gezielten Regeln erstellen und überprüfen
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Microsoft Learn nutzen Die offiziellen, kostenlosen Lernpfade zu AZ-104 sind gut strukturiert. Lies nicht nur, sondern führe alle Schritte nach.
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Fehler provozieren Lösche absichtlich eine Ressource, entferne eine Berechtigung oder blockiere einen Port in einer NSG. Versuche dann, den Fehler mit Logs, Monitoring und deinem Wissen zu finden.
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Zeitmanagement üben Wenn du mit Beispieltests arbeitest, setze dir eine klare Zeitvorgabe. Trainiere, Fragen, die du nicht sofort beantworten kannst, zu markieren und erst einmal weiterzugehen.
Fazit: AZ-104 als solide Basis für deine Azure-Praxis
Die AZ-104-Zertifizierung ist kein theoretischer Titel. Sie prüft genau das, was du im Alltag als Azure Administrator brauchst: Identitäten und Rechte im Griff haben, Ressourcen stabil betreiben, Netzwerke verstehen, Monitoring und Kosten im Blick behalten.
Wenn du bereits Erfahrung als Administrator hast und bereit bist, dich ernsthaft mit Azure auseinanderzusetzen, ist AZ-104 ein logischer und erreichbarer Schritt. Mit einer Mischung aus strukturierter Schulung, viel Praxis im Portal und gezielter Vorbereitung auf das Prüfungsformat bist du gut gerüstet, um die Prüfung nicht nur zu bestehen, sondern das Wissen auch im täglichen Betrieb sinnvoll anzuwenden.
Nächster Schritt
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