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AWS lernen: Einstieg in die AWS-Cloud
AWS lernen: Einstieg in die AWS-Cloud mit Kernservices, Zertifizierungen und Lernstrategie, damit du strukturiert und praxisnah starten kannst.
KI-generiert Du willst mit AWS starten und fragst dich, wo du anfangen sollst: bei hunderten Services, unzähligen Abkürzungen und ständig neuen Features? Der Schlüssel ist, die wirklich wichtigen Bausteine zu kennen und dir einen klaren Lernpfad zu bauen, statt dich in der Konsole zu verlieren.
Wie du sinnvoll in AWS einsteigst
Bevor du dich auf einzelne Services stürzt, klär dir drei Dinge:
- Was ist dein Ziel?
- Willst du eher Anwendungen entwickeln?
- Willst du Infrastruktur planen und betreiben?
- Willst du „Cloud allgemein“ verstehen, um mitreden zu können?
- Wie viel Vorerfahrung bringst du mit?
- Linux/Windows-Server, Netzwerke, Datenbanken?
- Programmierung, z. B. Java, Python, JavaScript?
- Bisher kaum IT-Hintergrund?
- Wie willst du lernen?
- Selbststudium mit Doku, Videos und Sandbox
- Praxisübungen in einer Testumgebung
- Strukturierte Schulung mit Trainer, z. B. in München oder online
Je klarer du das für dich beantwortest, desto gezielter kannst du die passenden AWS-Services und Zertifizierungspfade auswählen.
Die wichtigsten AWS-Kernservices verstehen
AWS hat über 200 Services. Für den Einstieg sind aber einige Kernbereiche entscheidend. Wenn du diese verstehst, kann dich später nichts mehr so leicht schocken.
Rechenleistung: Amazon EC2
Amazon EC2 („Elastic Compute Cloud“) sind virtuelle Server in der Cloud. Du wählst ein Betriebssystem, eine Instanzgröße und startest die Maschine in wenigen Minuten.
Wichtige Konzepte:
- Instanztypen: z. B. „t“-Typen für allgemeine Workloads, „m“ für ausgewogene, „c“ für rechenintensive.
- Storage: EBS-Volumes als Festplatten, Snapshots für Backups.
- Security Groups: regeln, wer auf deine Instanzen zugreifen darf (z. B. SSH nur von bestimmten IPs).
Typische Einstiegsübungen:
- Eine kleine Linux-Instanz starten, per SSH verbinden, einen Webserver installieren.
- Eine Security Group so einstellen, dass HTTP von überall, SSH aber nur von deiner IP erlaubt ist.
Speicher: Amazon S3
Amazon S3 ist Objektspeicher, kein Dateiserver. Du speicherst Dateien („Objekte“) in sogenannten Buckets.
Wichtige Konzepte:
- Buckets sind global eindeutig benannt.
- Objekte können Versionierung haben.
- Lifecycle-Regeln verschieben Daten automatisch in günstigere Speicherklassen oder löschen sie nach einer Zeit.
Typische Einsatzszenarien:
- Statisches Hosting einer Website.
- Backup-Ziel für Logs, Datenbanken, Dateien.
- Basis für Data-Lakes und Analytics.
Für den Einstieg reicht es, wenn du:
- Einen Bucket anlegst.
- Dateien hochlädst und Berechtigungen steuerst.
- Eine einfache statische Website aus S3 auslieferst.
Identitäten und Berechtigungen: IAM
IAM („Identity and Access Management“) ist das Berechtigungssystem von AWS. Ohne IAM geht gar nichts, mit schlechtem IAM geht vieles schief.
Zentrale Bausteine:
- IAM User: für Menschen oder Legacy-Anwendungen.
- IAM Roles: werden von Instanzen, Lambda-Funktionen oder AWS-Services „angenommen“.
- Policies: JSON-Dokumente, die festlegen, was erlaubt ist (z. B.
s3:GetObjectauf einen bestimmten Bucket).
Grundregeln:
- „Least Privilege“: immer nur die Rechte vergeben, die wirklich nötig sind.
- Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für alle wichtigen Accounts.
- Für Anwendungen möglichst Rollen statt fest eingebauter Access Keys verwenden.
Zum Lernen lohnt sich:
- Einen IAM-User mit beschränkten Rechten anlegen und ausprobieren.
- Eine Rolle für eine EC2-Instanz erstellen, die nur auf einen bestimmten S3-Bucket zugreifen darf.
Netzwerk: Amazon VPC
Amazon VPC („Virtual Private Cloud“) ist dein eigenes, logisch isoliertes Netzwerk in AWS. Viele Probleme in AWS sind am Ende Netzwerkprobleme.
Wichtige Bestandteile:
- Subnetze: üblicherweise unterteilt in Public (mit Internetzugang) und Private (ohne direkten Internetzugang).
- Route Tables: definieren, wohin der Traffic aus einem Subnetz geht.
- Internet Gateway: ermöglicht Verbindungen ins Internet.
- NAT Gateway: ermöglicht ausgehende Verbindungen aus privaten Subnetzen, ohne sie von außen erreichbar zu machen.
- Security Groups und Network ACLs: regeln den Traffic auf Instanz- und Subnetzebene.
Im Einstieg solltest du:
- Eine einfache VPC mit einem Public Subnet aufsetzen.
- Eine EC2-Instanz darin starten und verstehen, warum sie erreichbar oder nicht erreichbar ist.
- Security Groups bewusst anpassen und den Effekt testen.
Datenbanken: Amazon RDS
Amazon RDS („Relational Database Service“) nimmt dir viel Verwaltungsarbeit bei relationalen Datenbanken ab, zum Beispiel für MySQL, PostgreSQL oder SQL Server.
Typische Vorteile:
- Automatisierte Backups und Patches.
- Hochverfügbarkeit über Multi-AZ-Deployment.
- Skalierung über Instanzgröße und Read Replicas.
Für den Einstieg:
- Eine kleine RDS-Instanz in einer Testumgebung anlegen.
- Von einer EC2-Instanz oder deinem lokalen Rechner (mit passender Konfiguration) verbinden.
- Parameter wie Backups, Wartungsfenster und Verschlüsselung prüfen.
Wichtig: RDS läuft typischerweise in privaten Subnetzen, du musst also Netzwerk und Security Groups verstehen, um sauber darauf zuzugreifen.
Serverless: AWS Lambda
AWS Lambda ist der Einstieg in serverloses Denken. Du schreibst Code, AWS übernimmt Provisionierung, Skalierung und Serverbetrieb.
Grundidee:
- Du definierst eine Funktion (z. B. in Python, Node.js, Java).
- Diese Funktion wird von Ereignissen ausgelöst, z. B.:
- HTTP-Request über API Gateway
- Datei-Upload in S3
- Ereignis aus einer Queue (SQS)
Wichtige Themen:
- Handler-Funktion und Event-Struktur.
- Timeout, Speichergröße und Auswirkungen auf Performance.
- IAM-Rolle für die Funktion, damit sie auf andere Services zugreifen darf.
Für den Einstieg eignet sich:
- Eine einfache Lambda-Funktion mit Node.js oder Python, die eine Nachricht zurückgibt.
- Auslösen über die Konsole oder einen S3-Event, wenn eine Datei hochgeladen wird.
AWS-Zertifizierungspfade: Wo du anfangen solltest
AWS-Zertifizierungen sind kein Muss, aber eine gute Struktur für dein Lernen. Für den Einstieg sind vor allem zwei Pfade interessant.
AWS Certified Cloud Practitioner
Das ist die Einstiegszertifizierung. Sie richtet sich an alle, die ein breites, aber eher oberflächliches Verständnis von AWS und Cloud-Grundlagen brauchen.
Typische Inhalte:
- Grundbegriffe der Cloud (IaaS, PaaS, SaaS, Shared Responsibility Model).
- Überblick über die wichtigsten AWS-Services, ohne tief in die Technik zu gehen.
- Grundzüge von Sicherheit, Kosten und Supportmodellen.
Sinnvoll für dich, wenn:
- Du neu in der Cloud bist.
- Du eher beratend, kaufmännisch oder im Projektmanagement unterwegs bist.
- Du erst einmal ein breites Bild brauchst, bevor du ins Detail gehst.
AWS Certified Solutions Architect, Associate
Das ist die beliebteste technische Einstiegszertifizierung. Hier wird es deutlich technischer.
Typische Inhalte:
- Entwurf hochverfügbarer, fehlertoleranter Architekturen.
- Auswahl geeigneter Speicher- und Datenbanklösungen.
- Netzwerkkonzepte, VPC-Design, Hybrid-Szenarien.
- Security, IAM und Verschlüsselung.
- Kostenoptimierung und Skalierung.
Sinnvoll für dich, wenn:
- Du bereits IT-Grundlagen hast (z. B. Netzwerke, Server, Datenbanken).
- Du in Richtung Cloud-Architektur, DevOps oder Softwareentwicklung mit Cloud-Fokus gehen willst.
- Du bereit bist, dich auch mit Praxislabs und Whitepapers zu beschäftigen.
Eine häufige Kombination: Erst Cloud Practitioner, um das Fundament zu legen, danach Solutions Architect Associate, um in die Tiefe zu gehen.
Aktuelle Termine und passende Kurse zu AWS-Zertifizierungen und Cloud-Themen findest du bei cmt.de.
Lernstrategie: So strukturierst du deinen AWS-Weg
Ohne Plan verläufst du dich schnell in der Konsole. Mit einer klaren Lernstrategie kommst du deutlich schneller voran.
1. Solides Fundament legen
Starte mit den Grundlagen:
- AWS Global Infrastructure: Regionen, Availability Zones, Edge Locations.
- Shared Responsibility Model: Wer ist wofür verantwortlich?
- Grundservices:
- EC2, S3, RDS, Lambda
- VPC, IAM
- Grundbegriffe: Hochverfügbarkeit, Skalierung, Resilienz, Verschlüsselung, Monitoring (CloudWatch).
Nutze dafür:
- Die offiziellen Einsteigerpfade auf AWS Skill Builder.
- Dokumentation und „Getting Started“-Guides auf aws.amazon.com.
- Kostenlose Konten mit Free Tier, um erste Ressourcen zu erstellen.
2. Praxisnahe Mini-Projekte bauen
Reines Lesen bringt dich nur begrenzt weiter. Bau dir kleine Szenarien, die du in ein bis zwei Stunden umsetzen kannst, zum Beispiel:
-
Eine einfache Webanwendung:
-
EC2-Instanz
-
Security Group
-
S3 als statischer Content
-
RDS als Datenbank im Hintergrund
-
Ein statisches Portfolio:
-
S3-Bucket als Website-Hosting
-
Optional CloudFront als CDN
-
Route 53 für eine eigene Domain (wenn du eine hast)
-
Ein serverloses Event:
-
S3-Bucket
-
Lambda-Funktion, die bei Upload eine Nachricht schreibt oder ein Bild skaliert
Wichtig: Nach jedem Projekt Ressourcen wieder löschen, damit dir keine unnötigen Kosten entstehen.
3. Theorie mit Prüfungszielen verknüpfen
Wenn du eine Zertifizierung anstrebst, arbeite nicht „einfach so“ drauflos. Nutze den offiziellen Prüfungsleitfaden von AWS und gehe Thema für Thema durch.
Vorgehen:
- Liste der Exam Objectives besorgen (offizielle AWS-Seite).
- Jedes Thema in drei Fragen übersetzen:
- Was macht der Service/das Konzept?
- Wann sollte ich es einsetzen, wann nicht?
- Wie sieht ein typisches Beispiel aus?
- Zu jedem Objective mindestens eine praktische Übung bauen oder ein vorhandenes Lab durcharbeiten.
So lernst du nicht nur auswendig, sondern verstehst, warum du welche Entscheidung triffst.
4. Bewusst mit der Konsole und der CLI arbeiten
Viele starten nur mit der AWS Management Console. Früher oder später brauchst du aber auch die AWS CLI oder Infrastructure as Code (z. B. CloudFormation oder Terraform).
Für den Einstieg reicht:
- AWS CLI installieren und konfigurieren.
- Ein paar grundlegende Befehle ausprobieren:
- S3-Buckets auflisten, Dateien hochladen.
- EC2-Instanzen anzeigen.
- Gleiche Aufgabe einmal in der Konsole und einmal mit der CLI lösen.
So lernst du, wie AWS „unter der Haube“ tickt und bereitest dich auf automatisierte Deployments vor.
5. Typische Fehler vermeiden
Gerade am Anfang passieren oft die gleichen Fehler. Wenn du sie kennst, sparst du dir viel Frust:
- Alles im Root-Account machen:
- Besser: Einen Admin-IAM-User anlegen und MFA aktivieren.
- Ressourcen in der falschen Region:
- Prüfe vor jeder Aktion oben rechts die Region.
- Security Groups zu offen:
- Kein „0.0.0.0/0“ für SSH oder Datenbanken.
- Ressourcen nicht löschen:
- Regelmäßig die Billing-Übersicht prüfen und Testressourcen aufräumen.
Lernen in München und remote: Was für dich passt
Ob du in München im Seminarraum sitzt oder remote lernst, ist Geschmackssache. Entscheidend ist, dass du:
- genug Zeit für Praxisübungen einplanst,
- jemanden fragen kannst, wenn du festhängst,
- und deinen Lernfortschritt regelmäßig überprüfst, z. B. mit Übungsaufgaben oder Testfragen.
Wenn du in einem Münchner Unternehmen arbeitest, kann es sinnvoll sein, mit Kolleginnen und Kollegen einen gemeinsamen Lernpfad zu definieren. Zum Beispiel: erst Cloud Practitioner für alle, die mit AWS zu tun haben, danach vertiefende Trainings für Entwickler, Admins oder Architekten.
Fazit: Fokus auf Kernservices und klare Lernschritte
Der Einstieg in AWS wirkt anfangs überwältigend, ist aber gut beherrschbar, wenn du:
- dich auf die Kernservices konzentrierst: EC2, S3, IAM, VPC, RDS, Lambda,
- ein solides Grundlagenverständnis aufbaust,
- früh mit kleinen Praxisprojekten arbeitest,
- und deine Lernziele an einem Zertifizierungspfad ausrichtest, falls das zu dir passt.
So wird aus einer unübersichtlichen Service-Landschaft eine sinnvolle Werkzeugkiste, mit der du Anwendungen in der AWS-Cloud planen, aufbauen und betreiben kannst.
Nächster Schritt
Passenden Kurs zu Cloud & Microsoft finden.
Feste Termine, erfahrene Trainer, Präsenz in München und Durchführungsgarantie. Buchen kannst du direkt auf cmt.de.