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Programmierung & Entwicklung

SQL und Datenbanken lernen: der Einstieg

SQL lernen als Einstieg: von SELECT, JOIN und GROUP BY bis zur Wahl der Datenbank. Werte Daten aus, auch ohne Entwickler zu sein, mit Kursen aus München.

13. Mai 2025 5 Min. Lesezeit

KI-generiert

Eine Exportdatei mit 40.000 Bestellzeilen liegt im Postfach, und die Frage vom Teamlead lautet: Welche fünf Produkte liefen im letzten Quartal am besten? Wer das in Excel per Hand zusammensucht, sitzt eine Weile daran und macht dabei Fehler. Mit SQL sind es wenige Zeilen und ein Ergebnis, das reproduzierbar bleibt. Genau diese Art von Alltagsaufgabe ist der Grund, warum SQL lernen auch für Leute lohnt, die nie eine Software entwickeln wollen.

Was SQL kann und wer es braucht

SQL steht für Structured Query Language und ist die Sprache, mit der du relationale Datenbanken abfragst. Fast jede Software speichert ihre Daten in solchen Datenbanken: das CRM im Vertrieb, das Warenwirtschaftssystem, das Ticketsystem im Support, der Webshop. Wer an diese Daten herankommt und die richtigen Fragen stellen kann, arbeitet unabhängig von fertigen Reports.

Der Kreis der Leute, die davon profitieren, ist größer als oft gedacht. Controller ziehen sich Kennzahlen direkt aus der Quelle, statt auf die IT zu warten. Marketing-Analystinnen segmentieren Kundengruppen. Produktmanager prüfen, wie eine Funktion tatsächlich genutzt wird. Support-Teams finden mit einer Abfrage schneller heraus, wie viele Kunden ein Problem betrifft. In München mit seinen vielen Versicherungen, Automobilzulieferern und Softwarehäusern hängt an nahezu jedem Fachprozess eine Datenbank, und die Nachfrage nach Leuten, die sie lesen können, ist entsprechend hoch.

Grundlagen: SELECT, JOIN, GROUP BY

Der Einstieg gelingt mit erstaunlich wenig Vokabular. Drei Bausteine tragen den größten Teil der täglichen Auswertungen.

Mit SELECT holst du Spalten aus einer Tabelle, mit WHERE filterst du Zeilen:

SELECT name, preis
FROM produkte
WHERE preis > 100;

JOIN verbindet zwei Tabellen über ein gemeinsames Feld, etwa Bestellungen mit den zugehörigen Kunden:

SELECT kunden.name, bestellungen.betrag
FROM bestellungen
JOIN kunden ON bestellungen.kunde_id = kunden.id;

GROUP BY fasst Zeilen zusammen und rechnet pro Gruppe, hier der Umsatz je Produkt:

SELECT produkt_id, SUM(betrag) AS umsatz
FROM bestellungen
GROUP BY produkt_id
ORDER BY umsatz DESC
LIMIT 5;

Schon dieser kurze Block beantwortet die Frage vom Anfang. Wer SELECT, WHERE, JOIN, GROUP BY und die Aggregatfunktionen (SUM, COUNT, AVG) sicher beherrscht, deckt einen sehr großen Teil aller Auswertungen ab. Der Rest kommt mit der Übung.

Welche Datenbank: MySQL, PostgreSQL, Oracle, SQL Server

Die Sprache SQL ist genormt, trotzdem bringt jedes System eigene Erweiterungen mit. Für den Einstieg ist wichtiger, dass rund neunzig Prozent der Kernbefehle überall gleich funktionieren. Ein Überblick über die vier verbreiteten Systeme hilft bei der Wahl:

  • MySQL (und der Fork MariaDB): weit verbreitet im Web, hinter unzähligen Shops und Content-Systemen, gut dokumentiert und leicht aufzusetzen.
  • PostgreSQL: quelloffen, sehr funktionsreich und robust, in den letzten Jahren stark gewachsen. Eine gute Wahl, wenn du solide Grundlagen an einem modernen System lernen willst.
  • Oracle Database: im Enterprise-Umfeld verbreitet, häufig bei Banken, Versicherungen und großen Konzernen im Einsatz, mit dem Dialekt PL/SQL.
  • Microsoft SQL Server: stark im Windows- und Firmenumfeld, mit der Abfragesprache T-SQL, oft dort zu Hause, wo ohnehin viel Microsoft 365 und Windows-Server laufen.

Für die ersten Schritte spielt die Wahl eine kleinere Rolle, als viele denken. Lerne die Grundlagen an PostgreSQL oder MySQL, weil beide kostenlos, gut dokumentiert und schnell installiert sind. Die PostgreSQL-Dokumentation und die MySQL-Dokumentation sind dabei verlässliche Nachschlagewerke. Der Wechsel auf Oracle oder SQL Server fällt später leicht, weil das Grundgerüst identisch bleibt.

SQL-Grundlagen gegen Datenbankadministration

Ein Missverständnis bremst viele Einsteiger aus: Sie glauben, SQL lernen bedeute automatisch, eine Datenbank betreiben zu müssen. Das sind zwei getrennte Welten mit unterschiedlichen Zielen.

Bei den SQL-Grundlagen geht es ums Abfragen und Auswerten. Du liest Daten, verknüpfst Tabellen, rechnest Kennzahlen und schreibst gelegentlich neue Datensätze. Das ist die Ebene, die Fachabteilungen und Datenanalystinnen brauchen, und der Weg dorthin ist kurz.

Die Datenbankadministration (kurz DBA) kümmert sich um den Betrieb dahinter. Dazu gehören das Einrichten und Absichern der Server, Backups und Wiederherstellung, Benutzerrechte, das Tuning langsamer Abfragen, Indizes, Replikation und Hochverfügbarkeit. Das ist eine eigenständige IT-Rolle mit deutlich breiterem Anforderungsprofil.

Für den Berufsalltag heißt das: Wenn du Daten auswerten willst, reichen die Grundlagen, und du kommst ohne Serverwissen weit. Erst wenn dich der Betrieb, die Sicherheit und die Leistung ganzer Datenbanken interessieren, führt der Weg Richtung Administration. Beides baut aufeinander auf, aber du musst nicht mit dem schweren Teil anfangen.

Übungsdaten und erste Auswertungen

Theorie festigt sich nur an echten Tabellen. Zum Glück gibt es fertige Übungsdatenbanken, die realistische Strukturen mitbringen, ohne dass du eigene Daten aufbauen musst. Ein bewährter Startplan sieht so aus:

  1. Ein System installieren. SQLite läuft ohne Server als einzelne Datei und ist ideal zum Ausprobieren. Wer gleich näher an die Praxis will, nimmt PostgreSQL oder MySQL.
  2. Beispieldaten laden. Klassiker sind die Sakila-Datenbank (eine Videothek, verfügbar über die MySQL-Doku), Northwind (ein Handelsbetrieb) und Chinook (ein Musikshop). Alle bilden Kunden, Bestellungen und Produkte nach.
  3. Kleine Fragen stellen. Fang mit einfachen SELECT-Abfragen an, dann filtere mit WHERE, dann verbinde Tabellen per JOIN, dann fasse mit GROUP BY zusammen.
  4. Eigene Fragen erfinden. Welcher Kunde hat am meisten bestellt? In welchem Monat war der Umsatz am höchsten? Genau diese Fragen trainieren das, was im Job gefragt ist.
  5. Ergebnisse prüfen. Rechne eine kleine Abfrage zur Kontrolle von Hand nach, damit du deinen Ergebnissen traust.

Wer Daten nicht nur abfragen, sondern auch automatisiert verarbeiten und aufbereiten will, kombiniert SQL häufig mit einer Programmiersprache. Für diesen Schritt lohnt der Blick in Python lernen für Einsteiger, denn Python und SQL ergänzen sich in der Datenauswertung besonders gut. Falls du grundsätzlich vor der Sprachwahl stehst, hilft der Vergleich Python oder Java bei der Orientierung.

Weiter zum Datenbankadministrator

Wenn dir das Abfragen liegt und dich der Betrieb hinter den Daten reizt, ist die Weiterbildung zum Datenbankadministrator der logische nächste Schritt. Auf dem Weg dorthin vertiefst du das Rechtemanagement, Backup- und Recovery-Strategien, das Optimieren von Abfragen über Indizes und Ausführungspläne sowie Themen wie Replikation und Ausfallsicherheit. Die großen Anbieter begleiten das mit Zertifizierungen, etwa Oracle für die Oracle Database oder Microsoft für den SQL Server, die im bayerischen Enterprise-Umfeld gern gesehen sind.

Sinnvoll ist die Reihenfolge Grundlagen zuerst, dann Vertiefung, dann Administration. Eine gute SQL-Schulung in München bringt dich in wenigen Tagen von den ersten Abfragen bis zu belastbaren Auswertungen, ein darauf aufbauender Kurs zu Datenbanken ergänzt Modellierung und Performance, und die Weiterbildung zum Datenbankadministrator schließt mit dem Betriebswissen an. Welche Stufe zu deinem aktuellen Stand passt und welche Systeme (MySQL, PostgreSQL, Oracle oder SQL Server) im Kurs behandelt werden, klärst du am besten direkt bei den Anbietern. cmt (Computer- und Management Trainings GmbH) schult diese Themen seit Jahren in München, konkrete Termine und Kurse findest du bei cmt.de.

Nächster Schritt

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Feste Termine, erfahrene Trainer, Präsenz in München und Durchführungsgarantie. Buchen kannst du direkt auf cmt.de.